CT Computertomografie

CT TECHNOLOGIE

Die Computertomographie (CT) ist eine computergestützte Röntgenuntersuchung, die dreidimensionale Schnittbilder des Körpers, bzw. eines bestimmten Körperteils liefert. Mithilfe der dreidimensionalen Schnittbilder können verschiedene Krankheiten oder krankhafte Veränderungen erkannt und genau lokalisiert werden. In vielen Fällen sind Vorbefunde durch Röntgen oder Ultraschall (Sonographie) notwendig, um im Anschluss an die CT-Untersuchung eine Diagnose stellen zu können. Die CT dient einerseits der Feststellung von Krankheiten oder krankhaften Veränderungen, wird aber auch zur Kontrolle von Therapieverläufen eingesetzt. Das Verfahren ermöglicht die Aufnahme von präzisen Bildern nahezu aller Körperregionen, vor allem Gefäße, Organe und das Skelett (z.B. Wirbelsäule) lassen sich mithilfe der Computertomographie präszise untersuchen.

CT UNTERSUCHUNGSVORBEREITUNG

Bei CT-Untersuchungen mit Kontrastmittel müssen die Patienten sechs Stunden nüchtern sein. Eine Einnahme von Medikamenten vor dem Untersuchungstermin ist ohne Einschränkungen möglich. Bei den meisten Untersuchungen des Bauchraums/Abdome sollte man unmittelbar vor der Untersuchung zumindest 1 Liter Wasser trinken.
Bei CT-Untersuchungen ohne Kontrastmittel-Applikation über die Vene sind keine besonderen Vorbereitungen nötig.
Bei weiblichen Patienten muss im Vorfeld eine mögliche Schwangerschaft ausgeschlossen werden, da die Strahlenbelastung für das ungeborene Kind eine zu hohe Gefahr birgt. Bei Schwangeren sollte daher auf die Computertomographie verzichtet und eine alternative Diagnosemethode angewandt werden. Sollte eine Schwangerschaft nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden können, wird keine CT-Untersuchung durchgeführt.
Bei der Untersuchung des Darmes, der virtuellen Colonoskopie, ist eine ähnliche Vorbereitung wie vor einer klassischen Darmspiegelung notwendig. Dabei muss der Dickdarm vollständig von Speise- und Stuhlresten befreit sein, damit die Aufnahmen einen ungetrübten Blick auf die Darmwand ermöglichen. Nur so kann der Arzt später eine sichere Auswertung vornehmen.
Dazu sollte bereits fünf Tage vor der Untersuchung auf blähende Nahrungsmittel, wie Hülsenfrüchte, fettreiche Kost, Milchprodukte und vielkörniges Brot verzichtet werden. Auch den Verzehr von Obst mit kleinen Kernen, wie Trauben, Johannisbeeren, Erdbeeren, Melonen oder Tomaten sollten vermieden werden. Zur gründlichen Darmreinigung empfiehlt sich am Tag vor der Untersuchung die Einnahme einer speziellen Trinklösung. Diese kann über den überweisenden Arzt bezogen werden. Insgesamt sollten etwa 1,5 Liter dieser Lösung innerhalb von 12 Stunden getrunken werden. 24 Stunden vor der Untersuchung ist nur noch leichte Kost oder klare Flüssigkeit erlaubt (Mineralwasser oder Tee).

CT UNTERSUCHUNGSABLAUF

Im Gegensatz zur Magnetresonanztomographie arbeitet die Computertomographie (CT) mit Röntgenstrahlen. Die Röntgenröhre umkreist den Patienten, während sie gleichzeitig ein Röntgenstrahlenbündel aussendet. Je nach zu untersuchender Körperregion kann es notwendig sein, ein Kontrastmittel über eine Vene in das Blutgefäßsystem zu spritzen. Dies bewirkt, dass die Bilder deutlicher und krankhafte Veränderungen genauer nachgewiesen oder ausgeschlossen werden können.

Während des Untersuchungsverlaufs liegt der Patient meist in Rückenlage, seltener auch in Bauchlage auf einer Liege, die langsam in die ringförmige Öffnung des Gerätes gefahren wird. Die ringförmige Bauweise des Geräts bewirkt , dass der Patient sich nicht eingeengt fühlen und keine Platzangst haben muss, da er sich nicht in einer geschlossenen Röhre befinden. Während der Untersuchung ist der Patient permanent über Lautsprecher mit der Röntgenassistentin verbunden, die auf eventuelle Probleme seitens des Patienten reagieren kann.

Die CT-Untersuchung ist völlig schmerzfrei und dauert je nach Fragestellung ca. 15 Minuten. Während der Untersuchung sollte der Patient ruhig und entspannt liegen, damit die Bilder nicht verwackeln.

CT KONTRASTMITTEL

Je nach Fragestellung ist es notwendig, dass bei CT–Untersuchungen Kontrastmittel verabreicht wird. Der Nutzen liegt vor allem in der verbesserten Aussagekraft bei der Organbeurteilung bzw. um krankhafte Veränderungen überhaupt darzustellen.
Dazu wird ein jodhaltiges (nicht-ionisches) Kontrastmittel verwendet. Während der Infusion kann kurzzeitig ein Wärmegefühl bzw. metallischer Geschmack im Mund des Patienten als bekannte Reaktion auftreten.
Voraussetzung für eine i.v. Applikation von CT-Kontrastmittel ist eine normale Nierenfunktion. Bei einer eingeschränkten Nierenfunktion wird ein spezielles Kontrastmittel verwendet. Bei deutlich eingeschränkter Nierenfunktion muss auf Kontrastmittel verzichtet werden oder eine alternative Untersuchungsmethode angewandt werden.

Lokale Nebenwirkungen der Kontrastmittelgabe:
Bei der Kontrastmittelinfusion in die Vene kann es an der Einstichstelle manchmal zu einem Bluterguss und in Einzelfällen zum Austritt des Kontrastmittels in den Arm kommen. Die Folge kann eine lokale schmerzhafte Schwellung sein, die sich aber fast immer schnell und folgenlos von alleine zurückbildet. Lokale Infektionen an der Injektionsstelle kommen nur äußerst selten vor.

Absolute Kontraindikationen für nicht-ionisches jodhaltiges Kontrastmittel:
– Bekannte Kontrastmittelallergie – Jodallergie
– Schilddrüsenüberfunktion
– Schwangerschaft
– Fortgeschrittene Nierenfunktionseinschränkung mit Restharn

Mögliche Risikofaktoren für eine Kontrastmittel-Reaktion:
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass 97% der Patienten CT-Kontrastmittel gut vertragen. Wichtig ist, zur Untersuchung mit Kontrastmittel aktuelle Blutwerte (TSH, Krea, eGFR) mitzubringen.

Aufklärungsblatt für Computertomographie (CT)